Pädagogik
Snoezelen
Ein Raum für sensorische Entspannung. Eine Blase, in der man durchatmet und zu sich findet.
„Snoezelen bedeutet, einen Raum zu bieten, in dem jeder in seinem eigenen Tempo fühlen, entdecken und sich entfalten kann.“
Ad Verheul
Das Wort Snoezelen entstand aus der Verschmelzung zweier niederländischer Verben: snuffelen (schnuppern, erkunden) und doezelen (dösen, sich entspannen). Der in den 1970er Jahren von Jan Hulsegge und Ad Verheul entwickelte Ansatz bietet eine Umgebung, in der jeder Sinn behutsam angesprochen wird, ohne Zwang oder Lernziel.
In unseren Krippen ist der Snoezelen-Raum ein Rückzugsort. Man geht dorthin, um langsamer zu werden, seinen inneren Rhythmus wiederzufinden, eine starke Emotion zu entschärfen: oder einfach aus Freude am Moment.
Sehen
Sanftes Licht, Lichtwellenleiter, Projektionen in wechselnden Farben. Der Blick verweilt, verlangsamt sich, lässt sich einfangen.
Hören
Beruhigende Musik, Naturgeräusche, Instrumente zum Anfassen. Eine Klanglandschaft, die zu innerer Ruhe einlädt.
Fühlen
Weiche Kissen, strukturierte Matten, Sinnesbälle. Der Körper spürt sich, Spannungen lösen sich.
Riechen
Dezente Verbreitung natürlicher Düfte je nach Jahreszeit. Das emotionale Gedächtnis beruhigt sich über die Sinne.
„Einen Raum zu bieten, in dem das Kind sicher spüren, entdecken und entspannen kann, fördert sein Wohlbefinden und seine Entfaltung.“