Pädagogik
Montessori
Das Kind ist der Akteur seiner eigenen Entwicklung. Unsere Rolle: eine Umgebung vorbereiten, die dies ermöglicht.
„Hilf mir, es selbst zu tun.“
Maria Montessori
Anfang des 20. Jahrhunderts beobachtete die italienische Kinderärztin Maria Montessori, dass junge Kinder „sensible Phasen“ durchlaufen: Zeitfenster, in denen sie eine Fähigkeit (Sprache, Ordnung, feine Bewegung) mit verblüffender Leichtigkeit aufnehmen.
Ihr Vorschlag: um sie herum eine Umgebung zu schaffen, die genau diesen inneren Bedürfnissen entspricht, statt ihnen ein Programm aufzuzwingen. Diese Philosophie leitet unsere tägliche Arbeit.
Eine vorbereitete Umgebung
Das Material ist auf Kinderhöhe, geordnet und zugänglich. Jeder Gegenstand hat seinen Platz. Die Umgebung spricht, bevor der Erwachsene es tut.
Selbstkorrigierendes Material
Sinnestabletts, praktisches Leben, Steckpuzzles: das Kind hantiert, irrt sich, fängt neu an. Der Fehler ist Information, niemals Bestrafung.
Autonomie als Ziel
„Hilf mir, es selbst zu tun.“ Wasser eingießen, Schuhe anziehen, den Teller abräumen: jede selbstständige Handlung stärkt das Selbstwertgefühl.
Die diskrete Beobachtung
Bevor sie eingreift, beobachtet die Erzieherin. Sie verfolgt die sensiblen Phasen jedes Kindes und bietet im richtigen Moment an.
„Das Kind hat einen Geist, der Wissen aufnehmen kann. Es hat die Kraft, sich selbst zu unterrichten.“
Maria Montessori
Konkret bei uns
- →Tabletts für das praktische Leben, angepasst an jede Altersgruppe (Umschütten, Zuknöpfen, Pflanzenpflege).
- →Sinnesmaterial aus Holz zur Schärfung der Sinne: Tasten, Sehen, Hören, Gewicht.
- →Niedrige Regale, Glaskrüge, echtes Geschirr. Das Vertrauen, dass das Kind dazu fähig ist.
- →Respektierte Zeiten der Einzelarbeit: ein konzentriertes Kind wird nie unterbrochen.